Licht trifft Design

24.05.2017

Im Gespräch mit Marco Marini

Architekt

Vom 4. - 9. April fand im Rahmen der Milan Design Week 2017 der Event „white in the city“ statt. Mehrere prestigeträchtige Locations wurden in weißes Licht getaucht, um die Wirkung der Farbe Weiß auf das Wohlbefinden der Menschen zu demonstrieren. Der Architekt und Designer Marco Marini entwickelte eine Lichtinstallation mit Individualleuchten von Barthelme in der ehemaligen Kirche San Carpoforo, die mitten in der historischen Altstadt der italienischen Metropole steht. Das Projekt kam bei den mehr als 160.000 Besuchern am besten an und wurde zur schönsten Location gewählt.

Herr Marini, wie sind sie zu diesem Projekt gekommen?

Marco Marini: Die OIKOS Group plante, ihre dekorativen und vollkommen natürlichen Farb-Lösungen in der ehemaligen Kirche San Carpoforo ansprechend und kunstvoll zu präsentieren. Ich wurde deshalb eingeladen, eine passende Lichtinstallation für diese Location zu entwickeln.

Welches Ziel wollten Sie mit ihrer Lichtinstallation erreichen?

Marco Marini: Das Ziel war es, die von der Farbe Weiß dominierten Sinneswahrnehmungen zwischen real und surreal verwischen zu lassen. Die Besucher sollten in den Eindruck versetzt werden, sich in ordinären und gewöhnlichen Räumlichkeiten zu befinden. Jedoch in einer idealen, absolut reinen und natürlichen Dimension. Diese Wirkung sollte mit der Lichtinstallation verstärkt werden.

Wie haben Sie diese Ziele umgesetzt?

Marco Marini: Zusammen mit dem Studio DAS 16.8, welches mit der Gesamtplanung beauftragt war, überlegte ich mir, wie man mit dem Medium Licht dieses besondere Empfinden der Reinheit und Natürlichkeit realisieren kann. Nach gründlicher Recherche sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Lichtsysteme von Barthelme am besten zum Erreichen dieser hoch gesteckten Ziele eignen. Als Lichtelemente haben wir Barthelme LEDlight flex-Streifen mit hoher Lichtintensität und hoher Farbtemperatur von 5.000 K gewählt. Damit wurden die umgebenen Oberflächen in ein besonders weißes Licht ohne jegliche Tönungen getaucht, wodurch die gewünschte “Reinheit” erreicht wurde. Durch den Einsatz von Barthelme CHROMOFLEX Pro-Steuerungen konnten wir darüber hinaus die Wohlfühlwahrnehmung noch steigern: Durch langsames Erhöhen und Absenken der Lichtintensität im gesamten Raum, wurde eine tiefe Atmung nachempfunden. Ganz besonders suggestiv ausgewirkt hat sich diese Stimmung im Bereich der zentralen Galerie, wo sich die Lichtstimmung mit feiner Schleier-Bewegung und angenehmer Hintergrundbeschallung vermischt hat.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis?

Marco Marini: Nachdem das Projekt auf den 1. Platz gewählt wurde, bin ich natürlich begeistert. Dank OIKOS und Barthelme konnte ich eine sehr ansprechende Lichtinstallation kreieren. Barthelme bietet ein äußerst umfangreiches Angebot an Profilen und LED-Streifen mit ausgezeichneter Qualität, aus denen sich kundenspezifische Leuchten für verschiedenste Anwendungen entwickeln lassen. Dadurch konnten wir für dieses Projekt eine individuelle Lösung finden, welche sich perfekt in die bestehenden Strukturen integrieren lies. Die Besucher wurden dadurch regelrecht in einen Tagtraum versetzt. Ein unvergessliches Gefühl für die tausenden Besucher und mich selbst gleichermaßen.

 

san carpoforo-white-in-the-city

ABB: Die Location in der ehemalige Kirche San Carpoforo (links) wurde von mehr als 160.000 Besuchern zur schönsten Location von "white in the city" gewählt. Das besondere Highlight war die zentrale Galerie (rechts), wo sich die Lichtstimmung mit einer feinen Schleier-Bewegung der abgehängten Stoffbahnen und angenehmer Hintergrundbeschallung vermischte. Bildquelle: OIKOS Group

san carpoforo-white-in-the-city

Abb: Mit der Innenraumgestaltung sollten die Besucher in den Eindruck versetzt werden, sich in ordinären und gewöhnlichen Räumlichkeiten zu befinden. Jedoch in einer idealen, absolut reinen und natürlichen Dimension. Diese Wirkung verstärkte Marco Marini mit seiner Lichtinstallation eindrucksvoll. Bildquelle: OIKOS Group